Einstellungen von Jugendlichen zu Krieg und Frieden
Masterarbeitsprojekt Louisa Beisel
Kriege und bewaffnete Konflikte sind zunehmender Teil der Lebenswelt von Jugendlichen. Durch mediale Dauerpräsenz, gesellschaftspolitische Debatten und unmittelbare sozio-ökonomische Auswirkungen, rücken Kriege und ihre Folgen verstärkt in den Alltag Jugendlicher in Deutschland. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine 2022 markierte dabei einen tiefgreifenden Einschnitt in die europäische Friedensordnung. Damit wächst erstmals seit Jahrzehnten eine Generation auf, für die Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Dies prägt das Gefühlsleben, das Sicherheitsempfinden und die politische Sozialisation Jugendlicher und verdeutlicht die Notwendigkeit, ihre subjektiven Perspektiven auf Krieg und Frieden stärker in den Blick zu nehmen.
Das Forschungsprojekt untersucht mithilfe der Q-Methode die subjektiven Einstellungen Jugendlicher in Deutschland zu Krieg und Frieden. Im Fokus stehen dabei affektive und verhaltensbezogene Einstellungen sowie die Frage, welche unterschiedlichen Einstellungsmuster und Einstellungstypen sich identifizieren und differenzieren lassen. Dabei werden auch friedens- und sicherheitslogische Orientierungen in den Blick genommen. Ziel ist es, mit den gewonnenen Erkenntnisse zu einem differenzierteren Verständnis der Einstellungen Jugendlicher zu Krieg und Frieden beizutragen und damit Anknüpfungspunkte für pädagogische und bildungspolitische Maßnahmen zu schaffen, die Heranwachsende im Umgang mit Kriegs- und Konfliktszenarien unterstützen.